Erster Eindruck
Öffnen Sie Ihre Startseite auf dem Telefon und schließen Sie nach fünf Sekunden die Augen. Wissen Sie, was das Unternehmen anbietet, für wen, und was der nächste Schritt wäre? Wenn eine der drei Antworten fehlt, liegt dort das größte Potenzial — vor jeder technischen Optimierung. Der Test wirkt banal, ist aber der einzige Punkt der Liste, den Sie nicht messen, sondern nur erleben können.
Ladezeit
- Ladezeit auf dem Mobilgerät unter 2,5 Sekunden
- Nichts springt beim Laden herum
- Bilder in modernen Formaten und passender Größe
- Schriften lokal, nicht von fremden Servern
- Keine Skripte, die niemand nutzt
Messen statt schätzen: Der eigene Rechner mit schnellem Anschluss und gefülltem Zwischenspeicher ist der schlechteste Testfall, den es gibt. Prüfen Sie im Mobilfunknetz und mit geleertem Zwischenspeicher.
Struktur und Weg zur Anfrage
- Jede Seite hat genau ein Hauptziel
- Der nächste Schritt ist auf jeder Seite sichtbar
- Preise oder zumindest Preisrahmen sind genannt
- Das Formular fragt nur ab, was gebraucht wird
- Kontaktdaten sind ohne Suchen erreichbar
Der häufigste Fehler ist das zu lange Formular. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Einsendungen — und Felder, die im Erstgespräch ohnehin geklärt werden, gehören nicht ins Formular.
Technik und Auffindbarkeit
- Jede Seite hat einen eigenen, aussagekräftigen Titel
- Beschreibungstexte sind gepflegt, nicht automatisch erzeugt
- Überschriften sind hierarchisch, nicht nach Größe gewählt
- Bilder haben Alternativtexte
- Es gibt eine gültige Sitemap
- Verschlüsselung ist aktiv und erzwungen
Diese Punkte sind schnell geprüft und in aller Regel schnell behoben — sie gehören deshalb an den Anfang jeder Maßnahmenliste, auch wenn ihre Wirkung einzeln klein ist.
Zugänglichkeit
- Text hebt sich ausreichend vom Hintergrund ab
- Die Seite lässt sich vollständig mit der Tastatur bedienen
- Der Fokus ist immer sichtbar, wenn man mit Tab navigiert
- Formularfelder haben echte Beschriftungen
- Bewegungen lassen sich über die Systemeinstellung abschalten
Diese Punkte betreffen mehr Besucher, als die meisten annehmen — und sie verbessern die Bedienbarkeit für alle. In vielen Fällen sind sie inzwischen auch rechtlich gefordert.
Was ein Audit leisten muss
Ein brauchbares Audit nennt nicht dreißig Punkte, sondern fünf bis zehn — nach Wirkung sortiert, nicht nach Aufwand. Zu jedem Punkt gehört, was konkret zu tun ist. Und es muss so geschrieben sein, dass es jede Agentur umsetzen kann, nicht nur die, die es erstellt hat. Ein Audit, das zwangsläufig in einem Angebot derselben Agentur mündet, ist ein Verkaufsgespräch mit Rechnung.
Kurz gefasst
Gehen Sie die fünf Bereiche einmal selbst durch, bevor Sie jemanden beauftragen. Was Sie dabei finden, ist meist schon die Hälfte. Ein bezahltes Audit lohnt sich dort, wo Messung und Außenperspektive nötig sind — beim ersten Eindruck, bei der Ladezeit unter realen Bedingungen und bei der Frage, warum Besucher nicht anfragen.